Reizwort: ONS

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Autor Beitrag
13.08.2018 18:34 Uhr
Wieder was, was mich nachdenklich stimmt.

In sehr vielen weiblichen Profilen ist ein "One Night Stand" kategorisch ausgeschlossen.

So.

Jetzt aber die Frage: was ist ein ONS?

Das ist fast schon so unsinnig, wie die schwedische Gesetzgebung mit der Einwilligung zum Verkehr.

DENN 1: und das ist wesentlich: jeder Erstverkehr ist per Definition ein ONS.

DENN 2: es sei denn, die beiden Partner haben vorher definiert, daß es auf jeden Fall weitergehen muß, mit dem Verkehren.

DENN 3: ohne Erstverkehr (=ONS) würden wir nie ans Geschlechtliche kommen ....

DENN 4: wer will denn wissen und im Voraus sagen können, ob's gut war daß Geist und Körper so zusammenfinden, daß es weitergehen wird? Wer; mal ganz ehrlich?

DENN 5: Conclusio: ein ONS wird immer erst "hinterher" als solcher erkennbar.

Deshalb habe ich mir in meinem Profil erlaubt zu schreiben, daß -bei gegenseitigem Wollen- auch ein ONS (der ebenfalls erst nachher erkennbar sein wird) kein absolutes NoGo ist.

Und ich denke, daß frau auch in bösen Profilen wie dem meinen tatsächlich das lesen sollte, was da steht. Und nicht etwas hinein interpretiert, was da eben nicht steht.

lotter rl

Live long and prosper.


juliasuchtromeo

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13.08.2018 21:13 Uhr
Tja, ich gebe dir bei Punkt 1 im Grunde recht (siehe auch unten).


Warum ein ONS kategorisch ausgeschlossen wird?
Vielleicht weil viele Menschen darunter ein einmaliges Treffen ausschließlich aus einem einzigen Grund (nämlich SEX) verstehen.

Vielleicht auch, weil es Menschen gibt, die wollen, dass Gefühle die Grundlage für eine sexuelle Vereinigung sind und sich das dann eh automatisch ergibt, wenn Beide diese Gefühle haben (wobei man natürlich in die andere Person nicht hineinschauen kann ).


.... es kann natürlich auch der Erstverkehr gleichzeitig der Letztverkehr sein - es kommt allerdings auf den jeweiligen Menschen an, ob man das auch von Vornherein so haben will - JEDEN DAS SEINE


Mir würden ja noch einige Gründe dazu einfallen, aber vielleicht findet sich noch andere Singles, die zu diesem Thema etwas zu sagen haben)

Cara

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15.08.2018 10:47 Uhr
Die schwedische Regelung über das Einverständnis finde ich auch schwachsinnig, aber damit hat es sich auch schon mit dem Zustimmen von meiner Seite her .

Natürlich kann sich aus einem ONS auch eine ernsthafte Beziehung entwickeln und natürlich kann sich der erste Sex mit jemandem auch im Nachhinein trotz Wunsch nach mehr als der dann doch der einzige herausstellen, aber beides ist dann eben nicht so geplant gewesen, sondern passiert unwahrscheinlicherweise doch.
Ein ONS ist nicht das "erste Mal" mit jemandem neuen, sondern Sex mit jemandem mit dem man zumindest zu diesem Zeitpunkt keine Partnerschaft will und der einem nix bedeutet. Und er ist unverbindlich und ich persönlich mag keinen unverbindlichen Sex mit jemandem den ich nicht liebe und der mich nicht liebt. Hatte ich noch nie und will ich auch nie haben. Lockt mich Null. Sex ist mit das allerschönste was es gibt auf der Welt, aber ein ONS - niemals! Und wenn ich erfahre, dass ein potentieller Partner Sex und Liebe so easy trennen kann dann macht ihn das schon mal sehr viel unattraktiver für mich.

Cara

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15.08.2018 10:51 Uhr
juliasuchtromeo hat folgendes geschrieben:
Vielleicht weil viele Menschen darunter ein einmaliges Treffen ausschließlich aus einem einzigen Grund (nämlich SEX) verstehen.
........
Vielleicht auch, weil es Menschen gibt, die wollen, dass Gefühle die Grundlage für eine sexuelle Vereinigung sind

.....

vielleicht findet sich noch andere Singles, die zu diesem Thema etwas zu sagen haben)

@3: Ja ich (siehe oben )

@1: Viele Menschen? Das ist doch die allgemeingültige Defintion dafür würd ich sagen....

@2: !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Emotionsflexibel



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15.08.2018 14:43 Uhr
Hallo liebe Singles,
meiner Meinung nach gibt es schon einen Unterschied zwischen dem ersten mal Sex, wenn ich mich in einen Menschen verliebe und einem ONS. Dieser ist ja schließlich schon definiert mit "ich will nur Sex und nicht mehr!"
Hier auf einer Single Seite wo Menschen jemanden suchen, um sich zu verlieben und eine Beziehung zu führen, ist die Frage nach einem ONS unangebracht. Dafür gibt es schließlich genug einschlägige Seiten!!
Das ist auch das Problem an der ganzen Sache, dass sich immer wieder Menschen auf die falsche Seite verirren... gibt ja auch hier Männer die verheiratet sind, keine Ahnung wozu die hier registriert sind. (Es gibt ja auch eigene Seiten für Seitenspringer!)
Der umgekehrte Weg, nämlich auf einer Sex Dating Seite einen Menschen zu finden in den man sich verliebt, existiert natürlich auch, die Wahrscheinlichkeit dass das passiert ist wohl eher gering.

juliasuchtromeo

Forenbeiträge: 583


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15.08.2018 22:59 Uhr
Emotionsflexibel hat folgendes geschrieben:
Das ist auch das Problem an der ganzen Sache, dass sich immer wieder Menschen auf die falsche Seite verirren... gibt ja auch hier Männer die verheiratet sind, keine Ahnung wozu die hier registriert sind. (Es gibt ja auch eigene Seiten für Seitenspringer!)

Schön, dass ich nicht die Einzige geblieben bin, die sich zu dem Thema äußert , aber zu dem einen Satz muss ich jetzt doch meinen Senf dazu geben.

Es mag ja sein, dass diese Plattform "Wiener SINGLES" heisst, allerdings kann man ja angeben, was man hier sucht - das ist nicht nur Partnerschaft, sondern auch Freizeitpartner / Sportaktivitäten.
Da ich im Zuge von Events auch Herren kennengelernt habe, die verheiratet sind, habe ich natürlich auch diese Frage gestellt, warum sie hier sind.
Da kam z.B. auch die Antwort, dass er schon in Pension sei, die Gattin aber berufsmäßig viel unterwegs ist - da er nicht zu Hause herumsitzen will, geht er (mit Zustimmung seiner Gattin) zu Events oder sucht sich Leute, die mit ihm mal in ein Museum etc. gehen - ich dachte mir damals "Gut gebrüllt, Löwe" - kann wahr sein oder nicht - nachdem allerdings dann auch mal die Gattin mitkam, weiß ich, dass es die Wahrheit war.
-> demnach: egal, welcher Status hier steht (finde ich auch unheimlich ehrlich, es könne ja auch Single dort stehen), sollte man zumindest mal die Suchkriterien lesen .......

Cara

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15.08.2018 23:19 Uhr
^^^ Das mag in Ausnahmefällen zutreffen und das ist dann ja auch okay, aber die Anzahl derjenigen die verheiratet sind und hier Frauen suchen mit denen sie ihre Frau betrügen können ist sicher wesentlich größer. Aber ja wenigstens sind sie dann den Frauen hier gegenüber ehrlich - das ist immerhin etwas.

juliasuchtromeo

Forenbeiträge: 583


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15.08.2018 23:39 Uhr
Du hast vermutlich recht, dass es auch die "Herren auf Abwegen" gibt, ich war soeben in der SUCHE und fand einen Herrn, der gleich gar nichts bei "Status" ausgefüllt hatte, aber dafür ein Erotikabenteuer suchte ... meine Vermutung "wirklich im falschen Forum" ..... obwohl: wer sagt, dass es nicht auch Damen gibt, die genau das suchen? Zumindest haben mir einige meiner männlichen Gesprächspartner (keine Dating_Partner) davon berichtet, dass sie sehr überrascht waren, was ihnen beim ersten Treffen alles "angeboten" wurde.

Lausbub

Dabei seit: 01.07.2016
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12.09.2018 23:18 Uhr
Na kommt, Mädels und Damen, jetzt werft ihr uns Männer aber schon alle in einen Topf! Kein Wunder, dass wir Männer es oft schwer haben und man uns nicht glaubt

Ich kann jetzt zwar nur von mir reden, aber ich für meinen Teil muss für mein Gegenüber erst mal Gefühle entwickeln, bevor ich mit ihr "in die Kistn hupf". Und wenn es nur starke Sympathie ist - weil Liebe braucht Zeit, um sich zu entwickeln - aber es muss "was da sein", anders läufts bei mir nicht. Und ich hoffe, dass ich jetzt nicht falsch verstanden werde, aber mit einem Mal hab ich mich noch nie zufrieden gegeben

juliasuchtromeo

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13.09.2018 00:16 Uhr
Danke, lieber Lausbub,
du stellst meine Ordnung wieder her - es freut mich, dass auch ein Mann dezidiert sagt, dass für ihn "was da sein muss" bevor man "in die Kiste hupft".
Wie soll ich sagen: egal, ob ONS oder "Beischlaf mit starker Sympathie" - Gefühle sind wahrscheinlich immer dabei, aber die sind sicher grundverschieden und richten sich danach, was man halt haben will.

Und dein letzter Satz gefällt mir besonders gut - scheinbar lebst du das, was du schreibst

Ich kann dich beruhigen, es werden nicht alle Männer in einen Topf geworfen, denn jeder Mensch, egal, welchen Geschlechts, hat halt eigene Vorstellungen.

Lausbub

Dabei seit: 01.07.2016
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13.09.2018 10:55 Uhr
Hallo Julia

Oh, ich hätte jetzt nicht damit gerechnet, dass ich mit meiner Meinung so schnell bei einer Frau auf Sympathie stoße. Wobei ich natürlich der Ehrlichkeit halber gestehen muss, dass auch ich in meiner Jugend *hust* "kein Kostverächter war". Wobei ich im selben Atemzug aber heute weiß, dass ich auf gewisse Erfahrungen nicht gerade stolz bin, egal aus welchen Gründen.

Ich lese auch in anderen Foren mit, und irgendwann kommt man eben auf Themen, die ähnlich zu diesem hier sind. Wenn ich dort so mitlese, stellt's mir zwischendurch sogar die Haare auf - manchmal schäme ich mich sogar dafür, ein Mann zu sein, auch wenn ich für mich selber da drüberstehen sollte.

Vielleicht liegt's an meinem Alter, vielleicht an meiner Einstellung. Vielleicht aber teilweise auch daran, dass ich irgendwann gelernt habe, zwischen Liebe und Sex zu unterscheiden. Für mich ist es aber immer noch die Kombination aus beidem: Für mich ist es erst dann schön, wenn beide Sachen Hand in Hand gehen. Das Eine geht für mich nicht ohne das Andere!

juliasuchtromeo

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13.09.2018 23:48 Uhr
Servus Lausbub,
ich glaube, weil du in der Jugend "kein Kostverächter" warst, brauchst du dich nicht zu schämen - es ist ein Stein von vielen auf deinem Lebensweg - du kennst die Hintergründe, also kannst auch nur du bewerten, ob du das, mit deiner heutigen Erfahrung, als für dich richtig oder falsch bewertest.

Da ja leider zwar Viele diese Beiträge lesen, aber nicht mitdiskutieren, fehlt natürlich die notwendige Bandbreite der Statements - da ich mich ja auch zu dieser Art einer Beziehungsentwicklung bekenne, stößt das natürlich auf Sympathie - wahrscheinlich greifen sich Andere an den Kopf und vertreten genau die gegenteilige Meinung (wo sind diese Leute - schreibt auch was dazu! )

Ich war soeben auf deinem Profil und habe mir dein Alter angesehen, weil du das ja erwähnst.
Da ich ja noch ein Jahrzehnt mehr auf dem Buckel habe, als du, gehe ich natürlich Manches mit "der Weisheit des Älterwerdens" an. Da ich ja bei diversen Events auch viele Leute kennengelernt habe, die jünger und älter sind als ich, quatscht man natürlich auch über dieses Thema und ich finde es sehr interessant, was man da hört.

Eines ist Allen gemeinsam - die Meinungen gehen voll auseinander. Obwohl ich zu der Abfolge "Kennenlernen - sich näher kommen - Gefühl aufbauen - dann erst das Sexuelle" tendiere, gab's doch eine ganze Menge an Mann und Frau, die zwar eine Beziehung suchen, aber am Weg dorthin Alles mitnehmen, was sich halt ergibt.

Es gibt unterschiedliche Statements dazu, wie "wenn es sich ergibt, dann kann es auch ein ONS sein, Hauptsache man hat wieder Sex, vielleicht wird mehr draus" bis zu "mir ist das Wichtigste, dass das Herz dabei ist, wenn sich kein Sex daraus ergibt, dann zumindest wohlfühlen und eine Beziehung haben" und dann gibt's da auch noch "Beziehung ja, aber nicht zu eng, ich brauch' auch meine Freiheiten - aber Sex sollte schon dabei sein, aber da muss man sich treu sein, keine Seitensprünge"

Vermutlich ergibt sich das aus den unterschiedlichen Lebenswegen.

Was mir aber auffällt - mit zunehmendem Alter ist das Hirn oft stärker als das Herz. Da werden schon zu Beginn Diskussionen geführt, die oft schon zum Ende führen, bevor etwas angefangen hat. Ist irgendwie schade, aber ....
14.09.2018 08:56 Uhr
juliasuchtromeo hat folgendes geschrieben:
Was mir aber auffällt - mit zunehmendem Alter ist das Hirn oft stärker als das Herz. Da werden schon zu Beginn Diskussionen geführt, die oft schon zum Ende führen, bevor etwas angefangen hat. Ist irgendwie schade, aber ....

Das sitzt!

Ich will dir da voll und ganz zustimmen. Ich denk' mir mal, daß du das schon weit öfter bei (Erst)Treffen erlebt hast wie ich. (ich hab' ja da nicht so viele )

Die Wahrscheinlichkeit gleich mal mit "wohlüberlegten Vorbehalten" konfrontiert zu werden ist enorm hoch.

Statt einfach ins Gespräch einzutauchen, über "was weiß ich auch alles" zu plaudern und Spaß dabei zu haben, machen es sich viele Mitmenschen unnötig schwer, weil sie vorher ihre Grenzen fix eingezogen haben.

Grenzen, die sie -hätten sie sie nicht gezogen- später (wenn sich herausstellt, daß das Gegenüber ja doch echt was menschlich Sympatisches ist) bereuen - aber leider einfach nicht mehr wegreißen können, weil sie dann befürchten unglaubwürdig zu werden.

Das wird -auch bei mir- mit zunehmendem Alter zur Gefahr. UND läßt sich nur mit Vorsatz und Konsequenz vermeiden.

Wenn du nun aber rundum frei aussprichst, was du denkst und fühlst - was du wolltest oder gerne erleben würdest; dann sind viele schon mit Grauen abgesprungen, statt das Ganze vorerst einfach zu überhören und versuchen, die Aussagen wahrzunehmen, die dazwischen liegen könnten. Vor allem jene, die auch mit den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen korrelieren.

Die Abgrenzung kann nämlich jederzeit getroffen werden - später, wenn dein Gegenüber die Chance hatte, sich selbst -unbeeinflußt von deinen Anforderugen- darzustellen ...

lotter rl

Live long and prosper.


juliasuchtromeo

Forenbeiträge: 583


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15.09.2018 16:18 Uhr
Schau, Schau, lotterleben_reloaded gibt uns auch wieder die Ehre

Ja zum Teil ist mir das auch bei Erst-Treffen passiert, aber in letzter Zeit hatte ich keine persönlichen Ersttreffen, u.a. deshalb, weil oft schon in den Persönlichen Nachrichten die "Eckpunkte" abgeklärt werden.
Da kommt eine ganz nette Nachricht, du antwortest ganz nett und dann kommt schon eine Liste von Fragen (ua auch in mehreren Nachrichten) - wo ist da noch eine Möglichkeit für "über wer weiß was zu plaudern".
Andererseits gibt's dann auch noch Herren, die einen anschreiben, man antwortet und hört nie wieder was von dem Herrn - warum dann überhaupt?

Du hast aber recht, manchmal glaube ich, dass es Menschen gibt, die eine Liste abarbeiten und nicht die Aussagen wahrnehmen, die zwischen den Worten liegen. Das führt aber dazu, dass es zu keinem richtigen Gespräch kommen kann - wenn man spürt, dass man nicht frei reden kann, wird man sich nicht so geben, wie man ist. Außerdem kommt man sich zeitweise wie bei einem Verhör vor.

Aber weil wir vom "fortgeschrittenen Alter" sprechen - ich unterhalte mich ja auch immer wieder mit männlichen und weiblichen Singles "über 60" - wenn man das als fortgeschrittenes Alter bezeichnet, dann konnte ich da schon so manche "wohlüberlegte Vorbehalte" heraushören, die schon zum Erstdate mitgenommen werden.

Das fängt schon mit einem Alterswunsch an (Herren suchen jüngere Damen, diese wiederum tendieren in beide Richtungen, aber immer häufiger auch zur jüngeren Variante), geht weiter mit dem Aussehen - liest man auch in den Profilen (Mann sucht jüngere Dame, schlank und sportlich, in High-Heels und Sportschuhen gerne unterwegs, immer an den männlichen Freizeitaktivitäten interessiert - auch wenn "Er" eher Couch-Potatoe mit Interesse an TV-Sport ist und ein unterschiedlich dimensioniertes Wohlstandsbäucherl mit sich herumträgt / die Damen stellen nicht unbedingt Anforderungen an die Statur, aber er soll unbedingt größer sein und Haare am Kopf, nicht unbedingt im Gesicht, haben).

Je nachdem, wie weit das Alter fortgeschritten ist, gibt's dann noch die Anforderung "noch nicht in Pension und arbeitend" / "schon in Pension" und die (schon mal angeschnittene) Frage eines gemeinsamen Wohnsitzes oder nicht bzw. ob es sich um eine "Vollzeitbeziehung" - also rund um die Uhr Alles zusammen zu machen oder eine Art "Wochenendbeziehung" ohne Wochentagesbestimmung - also auch Zeiten allein zu verbringen.
Scheinbar machen sich einige Leute auch Gedanken über den allfälligen Gesundheitszustand (blöd, das kann sich von einem Tag auf den anderen ändern), weil offensichtlich ab einem gewissen Alter auch die Angst besteht, eher als Pflegekraft gesucht zu werden, denn als Partner(in).


Nach all diesen gehörten Überlegungen frage ich mich, da ich ja langsam Richtung 60er wandere, ob ich mir nicht auch mal überlegen sollte, welche Anforderungen ich stellen will (sonst steh ich ja blöd da, wenn mich Einer dazu befragt) - ich weiss ja nicht mal, ob ich einen (halbwegs altersmäßig zu passenden) mir gegenüber älteren oder jüngeren Herrn der Schöpfung suche, geschweige denn die restlichen Punkte .

Ach wie einfach war das noch, als vorne ein 4er stand - da hab' ich mir keine Gedanken gemacht und einfach mein Gegenüber auf mich wirken lassen - ich glaub' ich werde das beibehalten und den 5er voran ignorieren und gar nicht an den 6er denken!
Vielleicht wäre das auch für Manche ein guter Ansatz - denkt nicht so an euer Alter und was daraus resultieren könnte - geht auf das andere Geschlecht vorbehaltslos vor und lasst die Persönlichkeit auf euch wirken - dann ist immer noch Zeit, das Hirn einzuschalten. AAAber: Ihr und euer Gegenüber muss das auch zulassen und akzeptieren, wenn's dann vielleicht doch nix wird - nicht eingeschnappt sein, wenn's nicht so läuft!

Relaxt

Dabei seit: 13.08.2018
Forenbeiträge: 208


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16.09.2018 21:48 Uhr
Hallo Allerseits!

Es ist gar nicht so einfach einen vernünftigen Beitrag zusammenzutippen wenn so viel von dem was man selber zu sagen gehabt hätte schon dasteht; lotter & Julia - ihr sprecht mir aus der Seele.
Ein bisschen mehr Entspannung sowohl in der Erwartung als auch in der Herangehensweise würde uns allen ganz gut tun.
Erwartet man sich beispielsweise vor einem Date, dass daraus "jetzt endlich" etwas wird, hat man "es" eigentlich schon wunderbar gekillt bevor man dort auftaucht. Allein die Sorge dabei "nur ja nichts falsch zu machen" und der daraus resultierende Versuch, Seiten die wir an uns selbst nicht so schätzen möglichst zielsicher vor anderen zu verbergen, führt mitunter zu recht seltsamen Verhaltensweisen. Aber jetzt mal ganz ehrlich - sind wir daran interessiert wie unser Gegenüber gerne wäre oder daran wie er/sie wirklich ist?
Mit der entspannteren Herangehensweise spreche ich die schon vielzitierten, schablonenhaften "Bestellungen ans Universum" an. Damit unterbindet man quasi "per Checklist" schon mal jegliche Chance sich von jemanden, den man vorher nicht unbedingt am Radar hatte, positiv überraschen zu lassen. Begegnungen dieser Kathegorie sind immer lebensbereichernd - egal ob sie einmalig bleiben oder nur auf einen Zeitraum begrenzt sind bzw. zu anhaltenden Freundschafen oder mehr führen. Kaum jemand von uns ist in seinen 20er- und 30ern bei seinem/seiner Traumprinzen/-prinzessin gelandet (ich gratuliere den Ausnahmen ganz herzlich )und war dann trotzdem glücklich dort wo er/sie angekommen ist. Damals konnten wir das noch, warum jetzt nicht mehr?
Viele von uns wollen zwar einen Partner aber ansonsten (haar-)genau das Leben weiterleben, dass sie gerade leben - und die Schablone soll das "sicherstellen". Liebe Leute - in einer Welt wo das wirklich funktioniert, würden wir alle miteinander nicht leben wollen - so derart farblos und langweilig. Ich jedenfalls bin dankbar dafür, dass Liebe und Verliebtsein etwas völlig unberechenbares ist. Wäre es anders, wär es nicht so Besonders.

lg
Relaxt

juliasuchtromeo

Forenbeiträge: 583


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18.09.2018 23:59 Uhr
Danke, lieber Relaxt,

- ich kann das Kompliment aber zurückgeben:
Speziell der letzte Absatz hat es mir angetan - ich würde das noch mehr spezifizieren. Es mag zwar Menschen geben, die noch nie eine Partnerschaft hatten oder schon so lange alleine sind, dass sie wirklich nur das bisherige Leben mit einer anderen Person ergänzen wollen (möglichst ohne einschneidende Veränderungen). Besonders die erst kürzlich getrennten Leute wollen oft zwar einen "NEUEN" Partner, um dann aber das Leben haargenau weiterzuleben, wie es vorher war, nur das, was am vorherigen Partner gestört hat, soll halt nicht mehr vorkommen und nach Möglichkeit sollte die neue Partnerschaft nicht zu störend auf das bisherige Leben wirken.

Ich weiss, dass das jetzt sehr hart klingt, aber man sollte sich vor Augen führen, dass jeder Mensch seine Eigenheiten und auch ein Vorleben hat - also muss eine Partnerschaft in jedem Fall ein Miteinander sein, die Wünsche BEIDER Partner müssen untergebracht werden, damit eine Partnerschaft funktionieren kann.
Wenn schon zu Beginn ein NO-GO zu Tage tritt, dann sollte man das sehr rasch ansprechen und klären, ob die andere Person das ändern kann oder nicht, sonst ist es besser, weiterzusuchen.
Und wenn es das nicht ist, wird es doch, wenn man sich sonst versteht, zu einer Klärung kommen können - wie heisst es so schön "Einmal der Gigl und einmal der Gogl" - da es ja meist nicht nur eine Sache sein wird, wo eine Person was Anderes will als die andere, kann man sich ja wechselseitig entgegenkommen .

Du hast auch recht, dass Verliebtsein und Liebe etwas Unberechenbares sind - aber SCHÖÖÖÖÖN!
Die berühmten Schmetterlinge sind doch was Herrliches!


lg Julia

Relaxt

Dabei seit: 13.08.2018
Forenbeiträge: 208


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19.09.2018 21:17 Uhr
Hallo Julia!

Das wirklich paradoxe dabei ist, dass bei Vielen zwar oft eine latente, manchmal sogar offensichtliche Unzufriedenheit mit den Lebensumständen wahrgenommen werden kann aber trotzdem Veränderung als etwas "Schlechtes" empfunden wird. Bezüglich einer gewissen Scheu vor Veränderung nehme ich mich da gar nicht aus. Aber im Prinzip ist es nicht fair; wenn man gerne in jemandes Leben treten möchte, sollte mach auch bereit sein diesem Jemand dasselbe bei seinem eigenen Leben zuzugestehen.

So, ich glaube viel weiter können wir uns vom Ausgangsthema eigentlich kaum noch entfernen - Mission quasi (wieder einmal) unbeabsichtigt erfüllt .

lg Relaxt

juliasuchtromeo

Forenbeiträge: 583


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20.09.2018 23:02 Uhr
Wie war, wie wahr - aber das ist die Krux bei einem Forum, Einer beginnt mit was, am Anfang passt es zum Thema und dann gibt ein Wort das Andere

Aber du hast mir soeben wieder den Weg zum THEMA gegeben:
Wie "lotterleben_reloaded" das so schon ausgeführt hat, ist laut ihm ja jeder Erstverkehr ein ONS und ohne diesen Erstverkehr würden wir nie an das Geschlechtliche kommen.

Wenn ich das jetzt mit deinem letzten Beitrag weiterspinne, dann ist vielleicht genau das die Veränderung, die sich Manche gönnen, weil sie das im bisherigen Leben nicht hatten und glauben (bzw. hoffen), dass das der Schlüssel ist zum neuen Leben.
Vielleicht haben sie ihre andere(n) Beziehung(en) mit der klassischen Variante begonnen (man trifft sich zufällig oder wird verkuppelt) und wollen es nun anders versuchen. Wenn es nix wird, dann hatte man (hoffentlich) zumindest wieder mal ein tolles Gefühl .

Womit sich (so nicht jemand eine neue Idee zum ursprünglichen Thema hat) jetzt wirklich der Kreis schliesst.


Cara

Forenbeiträge: 32


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21.09.2018 20:01 Uhr
juliasuchtromeo hat folgendes geschrieben:
.......
Wie "lotterleben_reloaded" das so schon ausgeführt hat, ist laut ihm ja jeder Erstverkehr ein ONS und ohne diesen Erstverkehr würden wir nie an das Geschlechtliche kommen.

........

Wobei das aber eben eine sehr spezifische Deutung von ihm ist die mit der üblichen Bedeutung des Wortes nicht wirklich viel gemein hat

juliasuchtromeo

Forenbeiträge: 583


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22.09.2018 00:08 Uhr
das kann man nicht leugnen - es gab ja auch den Zusatz

DENN 5: Conclusio: ein ONS wird immer erst "hinterher" als solcher erkennbar

Es kommt halt drauf an, wie man die Reihenfolge sieht - Lotterleben sieht es halt so und das steht ihm zu bzw. fand er wahrscheinlich auch Anhänger dieser Sichtweise, nur die hatten halt scheinbar nicht den Mumm, dies auch hier schriftlich festzuhalten - hätte diesen Beitrag sicher interessanter gemacht als wenn nur lauter Andersdenkende hier ihren Senf dazugegeben haben

Wobei ich allerdings denke, dass manchmal erst nach einer ersten sexuellen Begegnung die Erkenntnis kommt, dass es ein ONS war, weil es halt kein 2. Mal gibt - aber das ist halt irgendwie eine Umkehrung des Eröffnungsbeitrages

Gentle Giant

Dabei seit: 25.01.2016
Forenbeiträge: 86


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07.10.2018 16:00 Uhr
Cara hat folgendes geschrieben:
Und wenn ich erfahre, dass ein potentieller Partner Sex und Liebe so easy trennen kann dann macht ihn das schon mal sehr viel unattraktiver für mich.
Ich kann Liebe und Sex schon trennen. Ich liebe Menschen und Dinge in meinem Leben, ohne dass ich mit ihnen Sex habe oder auch nur anstrebe. Der Umkehrschluss ist sicher nicht jedermann/frau's Sache, erscheint aber logisch - oder zumindest möglich.

Is that so?


Cara

Forenbeiträge: 32


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08.10.2018 08:58 Uhr
Gentle Giant hat folgendes geschrieben:
Ich kann Liebe und Sex schon trennen. Ich liebe Menschen und Dinge in meinem Leben, ohne dass ich mit ihnen Sex habe oder auch nur anstrebe. Der Umkehrschluss ist sicher nicht jedermann/frau's Sache, erscheint aber logisch - oder zumindest möglich.
Ja das tue ich natürlich auch - Menschen und Dinge lieben ohne mit ihnen Sex zu haben/haben zu wollen. Wobei am allerschönsten und am tiefsten finde ich die Liebe zu jemandem mit dem ich auch zusammen bin und Sex habe.

Aber im Umkehrschluss tue ich das eben nicht und klar können das ganz viele und es mag auch logisch sein, für mich ist das aber gar nix und zu mir passt auch definitiv nur ein Partner für den das auch gar nix ist und am besten auch noch nie was war.



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